Reifen wechseln

Reifen wechseln

1. Einführung  Reifen wechseln für Anfänger

Warum ist der Reifenwechsel wichtig?

Der Reifenwechsel – klingt vielleicht nicht nach der aufregendsten Sache auf der Welt, oder? Aber glaubt mir, er ist von entscheidender Bedeutung für eure Sicherheit und die Gesundheit eures Autos! Stellt euch vor, eure Reifen sind die einzige Verbindung zwischen eurem schicken Gefährt und der , oft unberechenbaren Straße da draußen. Wenn die Reifen abgenutzt oder beschädigt sind, könnt ihr buchstäblich den Halt verlieren. Das kann zu schlechter Haftung, längeren Bremswegen und einem unangenehmen Schleuderkurs führen. Also, Leute, nehmt den Reifenwechsel nicht auf die leichte Schulter – er sorgt dafür, dass eure Fahrt sicher und geschmeidig bleibt. Ganz zu schweigen davon, dass gut gewartete Reifen euch auch bares Geld beim Sprit sparen können.

Wie oft sollte man die Reifen wechseln?

Selbst bei fabrikneuen Reifen beträgt die Profiltiefe in der Regel zwischen 8 und 9 Millimetern. Ein Reifen gilt jedoch als abgefahren und nicht mehr sicher, wenn er weniger als die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern aufweist. Dieser Wert bezieht sich auf 75 % der Laufflächen-Breite und den gesamten Reifenumfang. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Sicherheit bei nassen oder schneebedeckten Straßen nicht nur von der Profiltiefe, sondern auch von anderen Faktoren wie dem Profildesign und der Gummimischung abhängt. Mit abnehmender Profiltiefe verschlechtert sich die Bremsleistung auf nasser Fahrbahn, und es besteht ein erhöhtes Risiko von Aquaplaning.

Es empfiehlt sich daher, die Profiltiefe regelmäßig zu überprüfen, um sicher unterwegs zu sein. Dies ist besonders wichtig, da Winterreifen mit zunehmendem Alter ihre Wintereigenschaften verlieren und bereits nach etwa sechs Jahren beeinträchtigt werden. Aus Sicherheitsgründen sollte man Winterreifen, die älter als acht Jahre sind, meiden. Bei Sommerreifen beträgt die empfohlene Höchstnutzungsdauer etwa acht bis zehn Jahre. Grundsätzlich sollten Pkw-Reifen nicht über zehn Jahre alt sein. Dies gilt insbesondere für Fahrzeuge, die saisonal Winterreifen verwenden, Fahrzeuge mit geringer Jahresfahrleistung und Liebhaberfahrzeuge. Reifen sollten nicht nur aufgrund von Verschleiß, sondern auch aufgrund ihres Alters ausgetauscht werden.

2. Die richtige Reifenwahl

Reifentypen und ihre Eigenschaften (Sommer-, Winter-, Ganzjahresreifen)

Reifen bestehen aus einer geheimen Mischung von über 200 verschiedenen Zutaten, wobei Gummi das Hauptmaterial ist. Der Hauptbestandteil ist Naturkautschuk, der durch Schwefelvernetzung zu einem elastischen Material wird. Neben Naturkautschuk gibt es auch synthetische Kautschuke wie Isoprenkautschuk, die je nach Bedarf angepasst werden können.

Schwefel spielt eine entscheidende Rolle bei der Vernetzung des Gummis, wodurch es trotz Elastizität seine Form behält. Zusätzliche Füllstoffe wie Silikate sorgen für Stabilität und verhindern, dass der Reifen unter Belastung bricht. Darüber hinaus werden Reifen mit Anti-Aging-Zusätzen behandelt, um sie vor den schädlichen Auswirkungen von Sonnenlicht, Sauerstoff und Ozon zu schützen.

Sommerreifen:

  1. Kürzere Bremswege: Dank ihrer Gummizusammensetzung ermöglichen Sommerreifen kürzere Bremswege.
  2. Hohe Stabilität in Kurven: Sie bieten eine verbesserte Kurvenstabilität und Präzision beim Lenken, was das Fahrerlebnis insgesamt angenehmer macht.
  3. Effizienz und Kraftstoffeinsparung: Sommerreifen sind oft mit einem geringeren Rollwiderstand ausgestattet, was zu einer besseren Kraftstoffeffizienz führt und den CO2-Ausstoß reduziert.
  4. Widerstandsfähigkeit gegenüber Hitze: Sie sind darauf ausgelegt, hohen Temperaturen standzuhalten, ohne dass die Reifen schneller verschleißen. Das bedeutet, dass sie im Sommer länger halten können.
  5. Geräuscharm: Sommerreifen bieten in der Regel ein leises und komfortables Fahrerlebnis.

Wintereifen:

Ein echter Winterreifen ist an einem Schneeflockensymbol erkennbar, das von der US-Straßenbehörde vergeben wird und strenge Winteranforderungen erfüllt. Das M&S-Symbol („Matsch und Schnee“) ist hingegen nicht geschützt und bietet keine Gewähr für winterliche Haftung. Daher ist die Wahl des richtigen Reifens entscheidend für die Sicherheit und Leistung Ihres Fahrzeugs.

  1. Hervorragende Haftung auf Schnee und Eis: Das Profildesign von Winterreifen ist darauf ausgerichtet, Schnee und Eis effektiv zu bewältigen. Die zahlreichen Lamellen und tieferen Rillen ermöglichen eine verbesserte Haftung auf glatten Oberflächen.
  2. Kürzere Bremswege auf Schnee: Winterreifen bieten auf verschneiten Straßen kürzere Bremswege.
  3. Verhindert Aquaplaning auf matschigen Straßen: Die tieferen Rillen und das Profildesign helfen, Wasser und Matsch effektiv zu verdrängen, wodurch das Risiko von Aquaplaning minimiert wird.
  4. Geeignet für den Langzeitgebrauch: Trotz des intensiven Einsatzes bei winterlichen Bedingungen sind Winterreifen robust und widerstandsfähig gegenüber Kälte und Verschleiß.

Ganzjahresreifen:

Ganzjahresreifen vereinen die Eigenschaften von Sommer- und Winterreifen. Ihr Profilmuster besteht aus stabilen Blöcken in einem Chevron-Design, und die Profiltiefe liegt zwischen der von Sommer- und Winterreifen. Diese Reifen verfügen über eine etwas härtere Gummimischung, wodurch ihre Lebensdauer verlängert wird, aber sie sind nicht so steif wie Sommerreifen. Die M+S-Kennzeichnung bestätigt ihre Anpassungsfähigkeit auf verschiedenen Straßenoberflächen, während das Alpensymbol ihre Fähigkeit zur Bewältigung von Winterbedingungen zertifiziert.

Ab Oktober 2024 sind Winter- und Ganzjahresreifen mit 3PMSF-Kennzeichnung in den Wintermonaten vorgeschrieben. Im Vergleich zu Sommerreifen bieten Ganzjahresreifen zwar weniger Flexibilität und Grip, sind jedoch vielseitig und eignen sich gut für gemäßigtes Klima und städtische Fahrten. Ihre Wahl hängt von den individuellen Fahrbedingungen und der Präferenz für Reifenwechsel und Lagerung ab.

 

Reifengröße und -spezifikationen

ECE Reifenbezeichnung Reifen wechseln - Reifen wechseln

Die Bedeutung des Tragfähigkeitsindex und des Geschwindigkeitsindex

Tragfähigkeitsindex Maximale Tragfähigkeit (kg)
71 345
72 355
73 365
74 375
75 387
76 400
77 412
78 425
79 437
80 450
81 462
82 475
83 487
84 500
85 515
86 530
87 545
88 560
89 580
90 600
91 615
92 630
93 650
94 670
95 690
96 710
97 730
98 750
99 775
100 800
101 825
102 850
103 875
104 900
105 925
106 950
107 975
108 1000
109 1030
110 1060
111 1090
112 1120
113 1150
114 1180
115 1215
116 1250
117 1285
118 1320
119 1360
120 1400

 

 

Geschwindigkeitsindex Maximal zulässige Geschwindigkeit (km/h)
B 50
C 60
D 65
E 70
F 80
G 90
J 100
K 110
L 120
M 130
N 140
P 150
Q 160
R 170
S 180
T 190
U 200
H 210
V 240
W 270
Y 300
ZR über 240 (für Hochleistungsreifen)

 

3. Reifen wechseln Vorbereitung und Sicherheit

Die richtige Ausrüstung und Werkzeuge:

Werkzeug Verwendung
Wagenheber Hebt das Fahrzeug an, um das Rad zu entfernen.
Radkreuz oder Drehmomentschlüssel Verwendet für das korrekte Drehmoment beim Anziehen der Radmuttern.
Radkeile Verhindert das Bewegen des Fahrzeugs während des Radwechsels.
Handschuhe Schützt die Hände vor Schmutz und scharfen Kanten.
Kriechöl oder Rostlöser Hilft beim Lösen von fest sitzenden Radmuttern.

Sicherheitsvorkehrungen beim Reifenwechsel

  • Wählen Sie einen ebenen Untergrund: Stellen Sie sicher, dass Ihr Fahrzeug auf einem möglichst ebenen Untergrund steht, bevor Sie den Radwechsel beginnen. Ein unebener Boden kann das Fahrzeug instabil machen und gefährliche Situationen verursachen.
  • Verwenden Sie Radkeile: Legen Sie Radkeile oder Unterlegkeile hinter die Räder, die nicht angehoben werden. Dies verhindert, dass das Fahrzeug während des Radwechsels ungewollt wegrollt. Die Keile sollten fest gegen die Räder platziert werden.
  • Platzieren Sie den Wagenheber richtig: Wenn Sie den Wagenheber verwenden, um das Fahrzeug anzuheben, stellen Sie sicher, dass er an der richtigen Stelle angesetzt wird. Die genaue Position kann je nach Fahrzeugmodell variieren, daher ist es wichtig, die Anweisungen in Ihrer Fahrzeugbedienungsanleitung zu überprüfen. In der Regel sind die Anhebepunkte am Fahrzeugrahmen oder an speziellen Verstärkungen gekennzeichnet. Stellen Sie sicher, dass der Wagenheber sicher und stabil platziert ist, bevor Sie das Fahrzeug anheben.
  • Benutzen Sie den Wagenheber sicher: Bevor Sie das Fahrzeug anheben, überprüfen Sie den Wagenheber auf Stabilität und Integrität. Pumpen Sie den Wagenheber langsam und gleichmäßig, um das Fahrzeug anzuheben. Stellen Sie sicher, dass Sie sich während des Anhebens nicht unter dem Fahrzeug befinden.
  • Sichern Sie das Fahrzeug: Nachdem Sie das Fahrzeug angehoben haben, setzen Sie es sicher auf Unterstellböcke oder verwenden Sie zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen, um sicherzustellen, dass es nicht versehentlich absinkt.
  • Drehmoment beachten: Beim Anziehen der Radmuttern sollten Sie das vom Fahrzeughersteller empfohlene Drehmoment einhalten, um Überdrehung und Schäden zu vermeiden.

 

4. Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Reifenwechsel

Das Fahrzeug sicher aufbocken:

Siehe Sicherheitsvorkehrungen

Radschrauben lösen und Rad abnehmen

Das Lösen von Radschrauben kann manchmal eine Herausforderung sein, insbesondere wenn sie verrostet sind. Wenn nötig, verwenden Sie eine Verlängerung für Ihren Radmutterschlüssel und tragen Sie etwas Kriechöl auf, um die Schrauben zu lockern. Wenn das Rad auf der Radnabe festgerostet ist, setzen Sie eine Schraube leicht wieder an und treten vorsichtig mit dem Fuß dagegen, während Sie sicherstellen, dass das Fahrzeug stabil auf Unterstellböcken steht. Nach dem erfolgreichen Lösen der Schrauben können Sie den Reifen entfernen und bei Bedarf die Felge markieren, um sicherzustellen, dass er später in der richtigen Position montiert wird. Sicherheit und Vorsicht sind während dieses Prozesses entscheidend, um Verletzungen oder Schäden zu vermeiden.

Montage des neuen Reifens

Die Montage eines Reifens auf eine Felge ist eine anspruchsvolle Aufgabe und erfordert normalerweise die Erfahrung von Fachleuten. Die meisten Privatpersonen verfügen nicht über eine Reifenmontiermaschine und sind möglicherweise nicht mit dem Prozess vertraut, insbesondere wenn es um Niederquerschnittsreifen geht. Die Montage von solchen Reifen erfordert spezielle Kenntnisse und Sorgfalt.

Wenn Sie sich jedoch zutrauen, diese Aufgabe selbst zu erledigen, haben einige DIY-Werkstätten Reifenmontiermaschinen, die Sie buchen können. Beachten Sie jedoch, dass Sie über das erforderliche Wissen und die erforderlichen Fähigkeiten verfügen sollten, um den Reifen sicher auf die Felge zu montieren, um Unfälle und Schäden zu vermeiden. Sicherheit sollte immer an erster Stelle stehen, und wenn Sie unsicher sind, ist es ratsam, die Montage von Reifen von Fachleuten durchführen zu lassen.

Anziehen der Radschrauben in Sternmuster

Zuerst sollte die Radnabe sorgfältig gereinigt werden, ebenso wie die Felgenauflagefläche des Rades, um eine gute Haftung zu gewährleisten.

Setzen Sie dann alle Schrauben zunächst leicht an, um ein Verkanten zu vermeiden. Ziehen Sie die Schrauben anschließend in einem Sternmuster an, um sicherzustellen, dass das Rad gleichmäßig befestigt wird. Verwenden Sie dabei das vom Fahrzeughersteller empfohlene Drehmoment, um die Radmuttern oder Schrauben anzuziehen. Der Reifen muss dabei den Boden leicht berühren um ein Durchdrehen des Rades zu vermeiden.

Ein Tipp: Klopfen Sie leicht auf das Rad, um eine ebene Auflage zu gewährleisten, bevor Sie die Schrauben endgültig anziehen. Dies hilft, ungleichmäßige Belastungen zu vermeiden und eine sichere Befestigung sicherzustellen.

Fahrzeug absenken und erneutes Überprüfen der Radschrauben + Luftdruckkontrolle

Nach dem Absenken des Fahrzeugs ist es ratsam, die Radschrauben oder Radmuttern erneut zu überprüfen. Stellen Sie sicher, dass sie fest angezogen sind und sich nicht gelockert haben. Dies ist ein entscheidender Schritt, um die Radbefestigung zu überprüfen und die Sicherheit während der Fahrt zu gewährleisten.

Zusätzlich sollten Sie den Luftdruck in den Reifen überprüfen und sicherstellen, dass er den empfohlenen Werten in Ihrer Fahrzeugbedienungsanleitung entspricht. Ein korrekter Luftdruck ist wichtig für die Fahrstabilität, den Kraftstoffverbrauch und die Lebensdauer der Reifen.

5. Überprüfung und Pflege der Reifen

Richtiges Reifenprofil und Profiltiefe

Das Messen der Reifenprofiltiefe ist ein wesentlicher Aspekt der Reifenwartung, der nicht übersehen werden sollte. Dabei ist es wichtig, sowohl die Innenseite als auch die Außenseite des Reifens zu messen. Dies liegt daran, dass eine falsche Fahrwerksvermessung oder ein zu großer Sturz dazu führen kann, dass der Reifen auf der Innenseite stärker abgenutzt wird als auf der Außenseite.

Besonders bei sportlichem Fahren oder ungleichmäßigen Straßenbedingungen kann die Reifenverschleißgrenze schnell erreicht werden. Eine empfohlene Profiltiefe von mindestens 4 mm ist ratsam, um die Sicherheit und die Fahrstabilität zu gewährleisten. Um die Profiltiefe zu überprüfen, können Sie ganz einfach eine 1-Euro-Münze verwenden. Platzieren Sie die Münze mit dem äußeren Rand in einer der Profilrillen des Reifens. Wenn der äußere Rand der Münze noch in das Profil hineinragt, ist die Profiltiefe ausreichend. Wenn nicht, ist es höchste Zeit, die Reifen auszutauschen, um die Sicherheit auf der Straße zu gewährleisten.

Luftdruckkontrolle und -anpassung

Das regelmäßige Prüfen des Luftdrucks in Ihren Autoreifen ist eine einfache, aber entscheidende Aufgabe für die Fahrzeugsicherheit und die Effizienz. Ein korrekter Luftdruck gewährleistet nicht nur eine gleichmäßige Abnutzung der Reifen, sondern trägt auch zur Kraftstoffeffizienz bei und verbessert das Fahrverhalten. Verwenden Sie dazu ein geeignetes Messgerät und überprüfen Sie den Luftdruck mindestens einmal im Monat oder vor längeren Fahrten. Vergewissern Sie sich, dass der Druck den vom Fahrzeughersteller empfohlenen Werten entspricht, die oft im Handschuhfach, an der Fahrertür oder in der Bedienungsanleitung zu finden sind.

Reifenwäsche und -reinigung

Die Reinigung Ihrer Autoreifen ist ein oft übersehener, aber wichtiger Teil der Reifenpflege. Dies gilt besonders, wenn die Reifen bereits auf gesalzenen Straßen gefahren wurden und Sie sie einlagern möchten. Aus persönlicher Erfahrung habe ich festgestellt, dass gesalzene Straßen nicht nur den Gummi angreifen können, sondern auch die Felgen, insbesondere wenn sie aus Aluminium bestehen. Eine regelmäßige Reinigung der Felgen ist ebenfalls entscheidend, da Bremsstaub sich im Laufe der Zeit ansammeln kann und schwer zu entfernen ist. Die richtige Pflege und Reinigung Ihrer Reifen und Felgen trägt nicht nur zur Langlebigkeit bei, sondern sorgt auch für ein sauberes und gepflegtes Erscheinungsbild Ihres Fahrzeugs.

 

 

6. Hinweise für besondere Situationen

Umgang mit Run-Flat-Reifen

Runflat-Reifen, auch als Selbsttragende Reifen oder Extended Mobility Tires (EMT) bezeichnet, sind spezielle Reifen, die entwickelt wurden, um auch nach einer Reifenpanne eine begrenzte Strecke sicher weitergefahren werden zu können. Sie sind in der Regel mit verstärkten Seitenwänden ausgestattet, die es ermöglichen, das Fahrzeug bei reduziertem Reifendruck zu fahren, ohne dass der Reifen komplett zusammenbricht.

Der Umgang mit Runflat-Reifen erfordert einige Besonderheiten:

  1. Fahrzeugkompatibilität: Nicht alle Fahrzeuge sind für Runflat-Reifen geeignet. Ihr Fahrzeug muss speziell für den Einsatz dieser Reifen konzipiert sein. Überprüfen Sie die Informationen in Ihrer Fahrzeugbedienungsanleitung oder fragen Sie Ihren Fahrzeughersteller, ob Ihr Auto mit Runflat-Reifen kompatibel ist.
  2. Begrenzte Reichweite nach einer Panne: Runflat-Reifen erlauben es Ihnen, nach einer Reifenpanne eine begrenzte Strecke (in der Regel etwa 80 Kilometer) bei reduzierter Geschwindigkeit (normalerweise nicht mehr als 80 km/h) zurückzulegen. Sie sollten die Geschwindigkeitsbegrenzung und die Entfernungsempfehlung des Reifenherstellers beachten.
  3. Kein Ersatz für das Reserverad: Auch wenn Runflat-Reifen nach einer Panne weiterhin funktionieren, sollten Sie dennoch sicherstellen, dass Ihr Fahrzeug über ein Ersatzrad oder ein Reifenreparaturset verfügt. Einige Fahrzeuge sind möglicherweise ohne Ersatzrad ausgestattet, da sie auf Runflat-Reifen angewiesen sind.
  4. Sofortige Inspektion und Reparatur: Nachdem Sie mit einem Runflat-Reifen eine begrenzte Strecke gefahren sind, sollten Sie den Reifen sofort von einem Fachmann überprüfen lassen. Runflat-Reifen sind nicht für den dauerhaften Gebrauch bei reduziertem Reifendruck ausgelegt, und eine rechtzeitige Reparatur oder ein Austausch sind entscheidend.
  5. Verändertes Fahrzeugverhalten: Das Fahren mit einem Runflat-Reifen kann sich anders anfühlen als mit einem normalen Reifen. Sie könnten Vibrationen oder eine veränderte Fahrzeugstabilität bemerken. Dies ist normal, aber dennoch sollten Sie vorsichtig und umsichtig fahren.

Runflat-Reifen können in Notsituationen äußerst hilfreich sein, da sie Ihnen ermöglichen, sicher zu einem Reparaturort zu gelangen, ohne den Reifen sofort wechseln zu müssen. Dennoch ist es wichtig, die spezifischen Empfehlungen des Reifenherstellers und des Fahrzeugherstellers zu beachten, um die bestmögliche Leistung und Sicherheit zu gewährleisten.

 

7. Trotz allem Können und Wissen braucht man oft eine Werkstatt?

Altreifenentsorgung und -recycling

Die ordnungsgemäße Entsorgung von Altreifen ist von großer Bedeutung für die Umwelt. Altreifen können nicht einfach im normalen Hausmüll entsorgt werden, da sie oft gefährliche Chemikalien und Schadstoffe enthalten, die in die Umwelt gelangen können. In den meisten Ländern gibt es spezielle Einrichtungen und Dienstleister, die sich auf die Altreifenentsorgung spezialisiert haben. Diese Unternehmen sorgen dafür, dass Altreifen ordnungsgemäß recycelt, wiederverwendet oder umweltfreundlich entsorgt werden. Dies trägt nicht nur zur Reduzierung des Müllvolumens bei, sondern auch zur Vermeidung von Umweltverschmutzung. Es ist wichtig, Altreifen an dafür vorgesehenen Stellen abzugeben oder sich an zugelassene Entsorgungsdienstleister zu wenden, um sicherzustellen, dass sie verantwortungsvoll und umweltgerecht behandelt werden.

Reifen auf Felge montieren

  1. Spezialisiertes Werkzeug: Reifenmontiermaschinen sind spezielle Maschinen, die dazu entwickelt wurden, Reifen auf Felgen zu montieren und zu demontieren. Sie erfordern Schulung und Erfahrung, um sie ordnungsgemäß zu bedienen.
  2. Schutz vor Beschädigungen: Unsachgemäßes Montieren oder Demontieren von Reifen kann zu Beschädigungen an Reifen und Felgen führen. Fachleute in Werkstätten sind darauf geschult, dies zu vermeiden.
  3. Risiko von Verletzungen: Der Umgang mit Reifenmontiermaschinen kann gefährlich sein, insbesondere wenn sie nicht ordnungsgemäß verwendet werden. Fachleute in Werkstätten sind mit den Sicherheitsverfahren vertraut, um Verletzungen zu vermeiden.
  4. Effizienz: Reifenmontage mit speziellen Maschinen ist viel schneller und effizienter als das manuelle Montieren oder Demontieren von Hand. Dies spart Zeit und Aufwand.
  5. Zusätzliche Dienstleistungen: In Werkstätten können Sie oft zusätzliche Dienstleistungen wie Auswuchten der Räder oder Überprüfen des Reifenzustands in Anspruch nehmen.

8. Fazit und Zusammenfassung

 

In diesem Beitraghaben wir viele nützliche Informationen rund um das Thema Reifenwechsel und -pflege besprochen. Vom Wechseln der Reifen bis zur richtigen Pflege und Entsorgung von Altreifen haben wir wichtige Tipps geteilt.

Es ist wichtig zu verstehen, dass die ordnungsgemäße Wartung Ihrer Reifen nicht nur sicherheitsrelevant ist, sondern auch die Lebensdauer Ihrer Reifen verlängert. Das regelmäßige Überprüfen des Luftdrucks und das Beachten des Reifenverschleißes sind einfache Schritte, die viel bewirken können. Bei Unsicherheiten oder speziellen Anforderungen steht Ihnen immer eine Werkstatt oder ein Reifenservice zur Seite.

Denken Sie daran, Reifenpflege kann Spaß machen und sorgt für eine angenehme und sichere Fahrt. So sind Sie bestens gerüstet für jede Straßensituation!

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